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Haus mit Wohnrecht oder Nießbrauch verkaufen: So geht es

Ja, ein Haus mit Wohnrecht oder Nießbrauch lässt sich verkaufen. Das Recht bleibt im Grundbuch eingetragen und geht auf den Käufer über. Der Berechtigte darf weiter im Haus wohnen oder es nutzen. Das kann den Kreis der Käufer verkleinern und den Preis beeinflussen. Alternativ kann das Recht gelöscht werden.
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Was ist der Unterschied zwischen Wohnrecht und Nießbrauch?

Beide Rechte sind im Grundbuch eingetragen. Sie unterscheiden sich im Umfang.

Das Wohnungsrecht (§ 1093 BGB) erlaubt es einer Person, ein Gebäude oder einen Teil davon unter Ausschluss des Eigentümers als Wohnung zu nutzen. Der Berechtigte darf Familienangehörige und nötige Pflegepersonen aufnehmen.

Der Nießbrauch (§ 1030 BGB) ist weiter gefasst. Der Berechtigte darf die Nutzungen der Sache ziehen. Er kann also selbst wohnen, aber zum Beispiel auch vermieten und die Miete behalten.

  • Wohnrecht: Der Berechtigte darf wohnen, mehr nicht.
  • Nießbrauch: Der Berechtigte darf nutzen und Erträge ziehen, etwa Mieten.
  • Beide Rechte sind an eine Person gebunden, nicht an das Haus.

Darf ich ein Haus mit Wohnrecht überhaupt verkaufen?

Ja. Das Eigentum können Sie verkaufen. Das Wohnrecht oder der Nießbrauch bleibt aber bestehen. Der Käufer erwirbt das Haus mit dieser Belastung.

Der Nießbrauch ist nach § 1059 BGB nicht übertragbar. Der Berechtigte kann ihn nicht an einen anderen abgeben. Er kann aber erlauben, dass ein anderer ihn ausübt, zum Beispiel durch Vermietung.

Der Käufer kann das Haus erst selbst nutzen, wenn das Recht endet. Meist endet es mit dem Tod des Berechtigten oder durch Verzicht.

Wie wirkt sich das Recht auf den Verkaufspreis aus?

Das Recht senkt in der Regel den Wert für den Käufer, weil er das Haus nicht sofort nutzen kann. Wie stark, hängt von Alter und Gesundheit des Berechtigten, vom Umfang des Rechts und vom Zustand des Hauses ab.

Für eine Prozentzahl gibt es keine pauschale Regel. Der Wert des Rechts wird in einer Bewertung rechnerisch ermittelt. Lassen Sie das Haus von einem Fachmann bewerten, der solche Fälle kennt.

Welche Möglichkeiten habe ich?

Es gibt drei übliche Wege. Welcher passt, hängt davon ab, was der Berechtigte möchte.

  • Verkauf mit eingetragenem Recht: Der Berechtigte bleibt wohnen. Der Käufer ist oft ein Anleger oder jemand, der langfristig plant.
  • Löschung des Rechts vor dem Verkauf: Der Berechtigte verzichtet, zum Beispiel weil er in eine Pflegeeinrichtung zieht. Der Verzicht muss notariell beurkundet und im Grundbuch gelöscht werden.
  • Gemeinsamer Verkauf mit Abfindung: Der Berechtigte erhält einen Teil des Erlöses für den Verzicht. Die Höhe sollte rechnerisch begründet sein.

Wie läuft der Verkauf ab?

Der Ablauf unterscheidet sich vom normalen Hausverkauf in einigen Schritten.

  1. Grundbuchauszug anfordern und genau prüfen, welches Recht eingetragen ist und was es umfasst.
  2. Mit dem Berechtigten klären, ob er bleiben, verzichten oder mitverkaufen möchte.
  3. Haus bewerten lassen, mit Berücksichtigung des Rechts.
  4. Käufer offen über das Recht informieren. Verschweigen führt später zu Streit.
  5. Kaufvertrag beim Notar beurkunden lassen. Der Notar regelt Löschung oder Fortbestand im Grundbuch.

Wer klärt die rechtlichen und steuerlichen Fragen?

Ob Abfindungen, Schenkungen oder ein Verzicht steuerliche Folgen haben, hängt vom Einzelfall ab. Das betrifft auch Erben und Pflichtteilsberechtigte.

Dieser Ratgeber ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Fragen zu Ihrem Einzelfall klären Sie bitte mit einem Rechtsanwalt, Steuerberater oder Notar.

Häufige Fragen

Erlischt das Wohnrecht beim Verkauf?

Nein. Das Wohnrecht bleibt im Grundbuch eingetragen und gilt gegenüber dem Käufer weiter. Es endet erst durch Löschung, etwa nach dem Tod des Berechtigten oder durch Verzicht.

Kann der Berechtigte sein Recht an den Käufer abgeben?

Er kann auf sein Recht verzichten. Der Nießbrauch ist nach § 1059 BGB nicht übertragbar. Er kann aber die Ausübung einem anderen überlassen. Ein Verzicht braucht Notar und Grundbuch.

Muss der Berechtigte dem Verkauf zustimmen?

Für den Verkauf des Eigentums nicht. Sein Recht bleibt aber bestehen. Will der Käufer das Haus ohne Recht übernehmen, muss der Berechtigte auf sein Recht verzichten.

Wie wird ein Wohnrecht im Grundbuch gelöscht?

Der Berechtigte gibt eine Löschungsbewilligung ab. Der Notar beantragt die Löschung beim Grundbuchamt. Bei einem Recht auf Lebenszeit wird meist die Sterbeurkunde vorgelegt. Ihr Notar sagt Ihnen, was nötig ist.

Darf der Nießbraucher das Haus vermieten?

In der Regel ja, denn der Nießbrauch umfasst die Nutzungen der Sache. Das Wohnungsrecht erlaubt dagegen nur das Wohnen. Was genau vereinbart ist, steht in der Bewilligung im Grundbuch.

Quellen

Stand: Oktober 2026. Gesetze, Steuersätze und Fristen ändern sich; wir prüfen sie regelmäßig neu. Dieser Text ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Bei Ihrem Einzelfall helfen Steuerberater, Rechtsanwalt oder Notar.

Dazu passt auch: Haus verkaufen in Rostock, Immobilienbewertung in Rostock, Geerbtes Haus verkaufen: Was müssen Sie beachten? und Welche Unterlagen brauche ich für den Hausverkauf?.

Redaktion: Immobilienliebling GmbH, Krämerstraße 9, 18055 Rostock

Zuletzt aktualisiert: · Immobilienliebling GmbH

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Fragen, die Eigentümer uns stellen

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Lohnt sich eine Ferienwohnung an der Ostsee als Kapitalanlage?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Ob sich eine Ferienwohnung lohnt, hängt von Lage, Baurecht der Gemeinde, Auslastung, Kosten und Steuern ab. Prüfen Sie vor dem Kauf, ob Ferienvermietung dort erlaubt ist. Rechnen Sie mit eigenen, vorsichtigen Zahlen und lassen Sie sich beraten.

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Das hängt vom Einzelfall ab. Ob Sie eine Ferienwohnung vermieten dürfen, bestimmen Baurecht, Bebauungsplan, Teilungserklärung und örtliche Regeln der Gemeinde. Pauschal erlaubt oder verboten ist es nicht. Fragen Sie vor der ersten Vermietung beim Bauamt der Gemeinde nach und lassen Sie die Antwort schriftlich bestätigen.

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Wo ist ein Haus an der Ostsee noch günstig zu haben?

Eine feste Liste günstiger Orte gibt es nicht, weil sich Preise ständig ändern. Als Faustregel sind Orte abseits der Küste und ohne Meerblick meist günstiger als die bekannten Seebäder. Vergleichen Sie Bodenrichtwerte im GeoPortal MV und aktuelle Angebote. Prüfen Sie Zustand, Anbindung und Baurecht genau.

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Studentenwohnung in Rostock oder Greifswald als Kapitalanlage

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Woran erkenne ich einen guten Immobilienmakler?

Ein guter Makler hat die Erlaubnis nach § 34c GewO, kennt Ihren Ort, begründet seinen Preisvorschlag nachvollziehbar und legt Bedingungen in Textform offen. Er drängt nicht zur Unterschrift und verspricht keinen Wunschpreis. Fragen Sie nach Referenzen und lassen Sie sich Leistungen schriftlich geben.

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Wo finde ich den Bodenrichtwert in Mecklenburg-Vorpommern?

Den Bodenrichtwert finden Sie kostenlos im GeoPortal MV unter dem Fachthema Bodenrichtwerte. Geben Sie Adresse oder Flurstück ein und lesen Sie den Wert in Euro pro Quadratmeter ab. Amtliche Auszüge erhalten Sie bei der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses. Der Wert ist nicht der Preis Ihres Hauses.

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Wie wird eine Immobilie bewertet?

Eine Immobilie wird nach einem von drei anerkannten Verfahren bewertet: Vergleichswert, Sachwert oder Ertragswert. Welches passt, hängt von der Art der Immobilie ab. Für einen Verkauf reicht meist eine Bewertung durch den Makler vor Ort, ein Gutachten brauchen Sie vor allem bei Streit oder Gericht.

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Was kostet ein Makler in Mecklenburg-Vorpommern? Wie hoch ist die Provision?

Eine feste Maklerprovision gibt es in Mecklenburg-Vorpommern nicht. Die Provision ist grundsätzlich frei verhandelbar und wird im Maklervertrag festgelegt. Bei Maklerverträgen über den Kauf einer Wohnung oder eines Einfamilienhauses ist Textform erforderlich. Beim Verkauf eines Einfamilienhauses oder einer Wohnung durch Privatpersonen gilt: Wird die Provision von beiden Seiten verlangt, müssen Käufer und Verkäufer gleich viel zahlen (Stand Oktober 2026).

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Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in Mecklenburg-Vorpommern?

In Mecklenburg-Vorpommern beträgt die Grunderwerbsteuer derzeit 6 Prozent der Gegenleistung, meist des Kaufpreises (Stand Oktober 2026, laut Steuerportal des Landes). Sie entsteht mit dem notariellen Kaufvertrag. In der Regel zahlt sie der Käufer. Befreit sind unter anderem Erwerbe durch Verwandte in gerader Linie.

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Welche Nebenkosten fallen beim Immobilienkauf in MV an?

Beim Kauf zahlt der Käufer neben dem Kaufpreis Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchkosten und je nach Vertrag einen Teil der Maklerprovision. In Mecklenburg-Vorpommern liegt die Grunderwerbsteuer bei 6 Prozent (Stand Oktober 2026). Notar- und Gerichtskosten richten sich nach einem gesetzlichen Kostenverzeichnis, die Provision ist verhandelbar.

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Wann fällt Spekulationssteuer beim Immobilienverkauf an?

Spekulationssteuer fällt an, wenn Sie eine Immobilie innerhalb von zehn Jahren nach dem Kauf mit Gewinn verkaufen (§ 23 EStG, Stand Oktober 2026). Ausgenommen ist ein Haus, das Sie zwischen Kauf und Verkauf ausschließlich selbst bewohnt haben, oder im Verkaufsjahr und den zwei Jahren davor. Steuerfragen klärt Ihr Steuerberater.

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Wie viel Erbschaftsteuer fällt beim Erben eines Hauses an?

Ob Erbschaftsteuer anfällt, hängt vom Wert des gesamten Erbes und vom Verwandtschaftsgrad ab. Der Freibetrag beträgt für Ehepartner 500.000 Euro, für Kinder 400.000 Euro und für Enkel 200.000 Euro (§ 16 ErbStG, Stand Oktober 2026). Ein selbst bewohntes Familienheim kann steuerfrei bleiben. Den Einzelfall klärt der Steuerberater.

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Geerbtes Haus verkaufen: Was müssen Sie beachten?

Bei einem geerbten Haus müssen Sie zuerst Ihre Erbenstellung nachweisen, meist mit Erbschein. Gibt es mehrere Erben, können diese das Haus nur gemeinsam verkaufen (§ 2040 BGB). Steuerlich kann die Zehnjahresfrist nach § 23 EStG eine Rolle spielen. Lassen Sie Steuerfragen vom Steuerberater klären (Stand Oktober 2026).

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Haus verkaufen bei Scheidung: Was gilt?

Gehört das Haus beiden Eheleuten, können Sie es nur gemeinsam verkaufen. Gehört es einem allein, kann die Zustimmung des Partners nötig sein, wenn das Haus fast das ganze Vermögen ausmacht (§ 1365 BGB). Eine Scheidung ist nach einem Trennungsjahr möglich (§ 1566 BGB). Klären Sie Rechtsfragen mit einem Anwalt (Stand Oktober 2026).

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Vermietete Wohnung verkaufen: Was Eigentümer beachten müssen

Ja, Sie können eine vermietete Wohnung verkaufen. Der Mietvertrag endet dadurch nicht. Der Käufer tritt in den Vertrag ein („Kauf bricht nicht Miete“, § 566 BGB). In bestimmten Fällen hat der Mieter ein Vorkaufsrecht. Wer die Wohnung ohne Mieter übergeben will, braucht einen echten Kündigungsgrund.

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Wie verkauft eine Erbengemeinschaft ein Haus?

Eine Erbengemeinschaft kann ein Haus nur gemeinsam verkaufen, alle Miterben müssen zustimmen (§ 2040 BGB). Jeder Miterbe kann zwar die Auseinandersetzung verlangen (§ 2042 BGB), einen Verkauf gegen den Willen der anderen kann er aber nicht allein durchsetzen. Bei Streit kommen Verhandlung, Erbteilsverkauf oder Teilungsversteigerung in Betracht.

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Wie lange dauert ein Hausverkauf?

Eine feste Dauer gibt es nicht. Ein Hausverkauf braucht von der Vorbereitung bis zur Schlüsselübergabe meist mehrere Monate. Entscheidend sind ein realistischer Preis, vollständige Unterlagen und die Nachfrage vor Ort. Eine amtliche Statistik für ganz MV gibt es nicht, deshalb nennen wir hier keine feste Zahl.

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Lohnt sich ein Makler beim Hausverkauf?

Ob sich ein Makler lohnt, hängt von Ihrer Zeit, Ihrer Erfahrung und dem Objekt ab. Ein Makler übernimmt Bewertung, Vermarktung, Besichtigungen und Verhandlung. Sie sparen die Provision, wenn Sie selbst verkaufen, tragen dann aber Aufwand und Risiko. Die Provision ist frei verhandelbar und muss schriftlich vereinbart werden.

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Welche Unterlagen brauche ich für den Hausverkauf?

Für den Hausverkauf brauchen Sie vor allem den Grundbuchauszug, einen gültigen Energieausweis, Baupläne und Nachweise zu Umbauten und Modernisierungen. Der Energieausweis ist gesetzlich vorgeschrieben und muss Interessenten spätestens bei der Besichtigung vorliegen. Je vollständiger die Mappe, desto schneller und sicherer verläuft der Verkauf.

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Brauche ich einen Energieausweis beim Hausverkauf?

Ja. Beim Verkauf muss ein Energieausweis vorliegen. Sie müssen ihn Interessenten spätestens bei der Besichtigung vorlegen oder gut sichtbar auslegen und dem Käufer nach Vertragsabschluss übergeben. Er gilt zehn Jahre (§§ 79 und 80 GEG, Stand Oktober 2026). Ausstellen dürfen ihn nur berechtigte Fachleute.

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Wann ist der beste Zeitpunkt, Ihr Haus zu verkaufen?

Den einen besten Monat gibt es nicht. Entscheidend ist Ihre persönliche Lage: Sind Haus und Unterlagen bereit? Passt die Haltefrist steuerlich? Brauchen Sie das Geld oder den Platz? Der Markt kann sich ändern, aber niemand kann ihn sicher vorhersagen. Wer früh plant, verkauft meist ruhiger.

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